ISO-286-Passungsrechner: Abmaße, Spiel & Presspassung berechnen

Nennmaß und Passung eingeben – der Rechner liefert Abmaße, Grenzmaße, Spiel oder Übermaß und die Passungsart nach ISO 286. Läuft lokal im Browser, ohne Konto.

Kostenlos

Toleranzfeld und Grad am Rad einstellen. Jede Seite zeigt ihre eigenen Abmaße – für eine einzelne Passung einfach die passende Karte (Bohrung oder Welle) ablesen. Beide zusammen ergeben zusätzlich die Passungsart.

Schnellauswahl
Spielpassung
Übergangspassung
Presspassung
BohrungH7
Oberes Abmaß
+0.021 mm
Unteres Abmaß
0 mm
Grenzmaße
30.000 – 30.021 mm
Welleg6
Oberes Abmaß
−0.007 mm
Unteres Abmaß
−0.020 mm
Grenzmaße
29.980 – 29.993 mm
ErgebnisSpielpassung
Max. Spiel
+0.041 mm
Min. Spiel
+0.007 mm

So liest du das Ergebnis

Jede Passungsangabe nach ISO 286 besteht aus einem Buchstaben (der Lage des Toleranzfelds) und einem Grundtoleranzgrad (IT, der Größe der Toleranz). Großbuchstaben stehen für die Bohrung, Kleinbuchstaben für die Welle. Aus der Kombination – etwa H7/g6 – ergibt sich, ob eine Spiel-, Übergangs- oder Presspassung entsteht. Wie das System im Detail funktioniert, erklärt der Leitfaden ISO 286 Passungen erklärt.

Gängige Passungen auf einen Blick

Die häufigsten Kombinationen im System der Einheitsbohrung (Bohrung immer H) – von leicht beweglich bis fest gefügt:

PassungArtTypische Verwendung
H7/h6Spiel (Schiebesitz)Leicht fügbar, führende Teile, Passfedern
H7/g6Spiel (Gleitsitz)Gleitlager, bewegliche Teile mit kleinem Spiel
H7/f7Spiel (Laufsitz)Laufbuchsen, Gleitlager mit mehr Spiel
H7/k6ÜbergangZentriergenaue, fügbare Verbindungen (z. B. Zahnräder)
H7/n6Übergang (fester)Fest sitzende Naben, nur selten gelöst
H7/p6Press (leicht)Kraftschlüssig, mit Presse fügbar
H7/r6PressDauerhaft feste Sitze
H7/s6Press (fest)Hohe Kräfte und Drehmomente, schwer lösbar
H7/u6Press (sehr fest)Schrumpfverbände, höchste Überdeckung

Welche davon im konkreten Fall welche Abmaße ergibt, zeigt der Rechner oben – Nennmaß und Passung eingeben, fertig. Über die Schnellauswahl sind diese Kombinationen direkt antippbar.

Grundtoleranzgrade (IT) verstehen

Der Grundtoleranzgrad bestimmt die Größe der Toleranzspanne, unabhängig von der Lage. Je kleiner die Zahl, desto feiner:

  • IT01–IT5: Lehren, Messmittel, Wälzlager – höchste Präzision.
  • IT6–IT7: allgemeiner Maschinenbau, typisch für Passsitze.
  • IT8–IT11: gröbere Passungen, weniger funktionskritisch.
  • IT12–IT18: Rohmaße, Schmiede- und Gussteile.

Die absolute Toleranz in µm hängt zusätzlich vom Nennmaß ab – je größer das Maß, desto größer die Toleranz bei gleichem IT-Grad.

Einheitsbohrung oder Einheitswelle?

Es gibt zwei Systeme, eine Passung zu bilden. Bei der Einheitsbohrung bleibt die Bohrung konstant (immer H), die Passung wird über die Welle eingestellt – der Regelfall, weil Bohrungen aufwändiger präzise zu fertigen sind. Bei der Einheitswelle bleibt die Welle konstant (immer h), die Bohrung variiert – typisch bei Normteilen wie gezogenen Wellen oder Wälzlagern.

Beispiel: Ø30 H7/g6

H7 für die Bohrung ergibt +0,021/0 mm (zulässig 30,000–30,021 mm), g6 für die Welle −0,007/−0,020 mm (zulässig 29,980–29,993 mm). Die Welle ist also immer kleiner als die Bohrung – ein garantiertes Spiel von 7 bis 41 µm. Eine saubere Gleit-/Laufpassung. Gib 30 H7/g6 oben ein, um die Werte nachzurechnen oder das Nennmaß zu variieren.

Für Maße ohne eigene Toleranzangabe greift ergänzend die Allgemeintoleranz nach ISO 2768. Und wie aus gestempelten Merkmalen ein prüffähiger Erstmusterprüfbericht wird, zeigt der Leitfaden Zeichnung stempeln & EMPB erstellen.

Häufige Fragen

Er ermittelt nach ISO 286 aus Nennmaß und Passung (z. B. 30 H7/g6) die oberen und unteren Abmaße von Bohrung und Welle, daraus die Grenzmaße und – wenn beide angegeben sind – das maximale und minimale Spiel bzw. Übermaß sowie die Passungsart (Spiel-, Übergangs- oder Presspassung).

Bohrungen: H, G, F, E, D, JS, K, M, N, P, R, S und U. Wellen: h, g, f, e, d, js, k, m, n, p, r, s und u – inklusive der Presspassungen r/s/u. Nennmaße von 1 bis 3150 mm: bis 500 mm über die geprüfte ISO-286-Tabelle, darüber nach den ISO-286-Formeln. Nicht abgedeckte Kombinationen liefern bewusst kein Ergebnis, damit nie ein falscher Wert entsteht.

Der Großbuchstabe steht für die Bohrung, der Kleinbuchstabe für die Welle. „H7" ist die Bohrung (Toleranzfeldlage H, Grundtoleranzgrad IT7), „g6" die Welle (Lage g, Grad IT6). H7/g6 ist eine klassische Spielpassung (Gleitsitz): Die Welle ist immer etwas kleiner als die Bohrung, es bleibt ein definiertes Spiel.

Faustregel bei Einheitsbohrung (H): H7/h6 Schiebesitz (leicht fügbar), H7/g6 Gleitsitz (bewegliche Teile), H7/f7 Laufsitz (Gleitlager), H7/k6 und H7/n6 Übergangspassungen (zentriergenau), H7/p6 bis H7/u6 Presspassungen (kraftschlüssig, fest bis Schrumpfverband). Die Tabelle oben auf dieser Seite fasst die gängigen Kombinationen zusammen.

Der IT-Grad bestimmt, wie groß die Toleranzspanne ist – unabhängig von der Lage. Je kleiner die Zahl, desto feiner: IT01–IT5 für Lehren und Präzision, IT6–IT7 im allgemeinen Maschinenbau (typisch für Passsitze), IT8–IT11 für gröbere Passungen, IT12–IT18 für Rohmaße. Die absolute Toleranz in µm hängt zusätzlich vom Nennmaß ab.

Zwei Wege, eine Passung zu bilden. Bei der Einheitsbohrung ist die Bohrung fest (immer H) und die Passung wird über die Welle eingestellt – der Regelfall, weil Bohrungen aufwändiger zu fertigen sind. Bei der Einheitswelle ist die Welle fest (immer h) und die Bohrung variiert – typisch bei Normteilen wie gezogenen Wellen oder Wälzlagern.

Über das Spiel: Bleibt zwischen Bohrung und Welle immer Luft (min. Spiel ≥ 0), ist es eine Spielpassung. Ist die Welle immer größer als die Bohrung (max. Spiel ≤ 0), eine Presspassung. Liegt es dazwischen, eine Übergangspassung – je nach Ist-Maß entsteht geringes Spiel oder leichte Überdeckung.

Nein. Der Rechner läuft vollständig in Ihrem Browser – es werden keine Eingaben an einen Server gesendet. Kein Konto, keine Installation.

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