Streckenenergie & Wärmeeinbringung berechnen (Schweißen)

Spannung, Stromstärke und Schweißgeschwindigkeit eingeben – der Rechner liefert Streckenenergie und Wärmeeinbringung in kJ/mm, mit Wirkungsgrad je Verfahren. Läuft lokal im Browser.

Kostenlos
V
A
cm/min

Vorschub der Naht, typisch 20–60 cm/min

Streckenenergie E
0,79 kJ/mm
Wärmeeinbringung Q
0,63 kJ/mm

E = (U · I · 60) ÷ (v · 1000) · Wärmeeinbringung Q = k · E. Der Wirkungsgrad k richtet sich nach dem Verfahren (EN 1011-1). Entspricht 7,92 kJ/cm bzw. 6,34 kJ/cm.

Wozu der Wert dient

Die Wärmeeinbringung ist eine zentrale Größe jeder Schweißanweisung (WPS): Sie steuert, wie viel Energie ins Bauteil geht, und beeinflusst damit Gefüge, Härte und Verzug. Verfahrensprüfungen nach EN ISO 15614 geben häufig zulässige Bereiche vor. Der Rechner nimmt Ihnen die Umrechnung ab – inklusive des thermischen Wirkungsgrads je Verfahren nach EN 1011-1.

Die saubere Dokumentation solcher Kennwerte ist Teil einer durchgängigen Qualitätsprüfung. Und wo Schweißnähte in großer Stückzahl geprüft werden, lässt sich die visuelle Bewertung mit automatischer Fehlererkennung unterstützen.

Häufige Fragen

Die Streckenenergie E ergibt sich aus Spannung, Stromstärke und Schweißgeschwindigkeit: E = (U · I · 60) ÷ (v · 1000), mit U in Volt, I in Ampere, v in mm/min – das Ergebnis in kJ/mm. Sie beschreibt die pro Millimeter Naht eingebrachte Lichtbogenenergie.

Die Streckenenergie ist die reine Lichtbogenenergie pro Länge. Die Wärmeeinbringung Q berücksichtigt zusätzlich den thermischen Wirkungsgrad k des Verfahrens: Q = k · E. Nur ein Teil der Lichtbogenenergie geht tatsächlich als Wärme ins Bauteil – bei UP nahezu vollständig (k = 1,0), bei WIG deutlich weniger (k = 0,6).

Nach EN 1011-1 gilt: Unterpulverschweißen (121) k = 1,0; MAG/MIG (131/135/136) und E-Hand (111) k = 0,8; WIG und Plasma (141/15) k = 0,6. Diese Werte sind im Rechner hinterlegt.

Sie beeinflusst Gefüge, Härte und Verzug der Schweißverbindung. Schweißanweisungen (WPS) und Verfahrensprüfungen nach EN ISO 15614 geben oft zulässige Grenzen vor. Zu hohe Wärmeeinbringung kann die Zähigkeit senken, zu geringe zu Aufhärtung und Rissen führen.

Verwandte Rechner